Leitbild & Satzung

Der gemeinnützige Verein IVA e.V. richtet sich mit seinen Angeboten und Projekten vor allem an Menschen, die von jeglicher Form der Diskriminierung betroffen oder durch sie gefährdet sind.

Wir stehen allen Menschen unabhängig ihrer Ethnie, ihrer Weltanschauung, ihrer sexuellen Orientierung oder Identität, ihres Alters, ihres Geschlechts, ihrer körperlichen und seelischen Verfassung, ihrer Herkunft und ihres sozialen Status’ offen gegenüber.

Wir arbeiten auf Grundlage einer antidiskriminierenden und gewaltfreien Haltung und verpflichten uns insbesondere zur Anerkennung und Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

IVA e.V. möchte zum kritischen Nachdenken über gewohnte Strukturen und Handlungsweisen anregen. Wir stehen in unserer Arbeit jeglichem Hoheits- und Machtanspruch ablehnend gegenüber, der zu verschiedensten Formen von Gewalt führt und spezifische Gruppen oder Menschen marginalisiert. Vereinsintern gestalten wir Prozesse basisdemokratisch, um auch hier struktureller Gewalt und Diskriminierung entgegenzuwirken.

Unsere Angebote und Projekte richten sich ausschließlich nach den Bedürfnissen der Menschen in ihrer individuellen Lebenslage und ihrem jeweiligen sozialen Umfeld. Wir orientieren uns an partizipatorischen, ganzheitlichen und ressourcenorientierten Handlungsweisen, die es den Akteur*innen ermöglichen, eigeninitiativ Prozesse in ihrem lokalen Umfeld und darüber hinaus zu gestalten. Dabei liegt der Arbeitsschwerpunkt von IVA e.V. auf dem südosteuropäischen Raum.

Ein Ziel unserer Arbeit ist es, die dauerhafte Implementierung nachhaltiger Netzwerke zu unterstützen. Hierdurch sollen  Strukturen geschaffen werden, die zum interkulturellen  Austausch verschiedener  Gruppen beitragen. Die Zusammenarbeit und der interdisziplinäre Austausch mit bereits bestehenden Netzwerken und Institutionen sind uns besonders wichtig.

Dadurch wird  in Verbindung mit politischer Bildungs- und Aufklärungsarbeit der Abbau von Vorurteilen in allen Erscheinungsformen ermöglicht. Der dadurch angeregte Reflexionsprozess soll auf vielfältigen Ebenen, wie zum Beispiel durch  Workshops, Seminare, interkulturelle Begegnungen und Netzwerkarbeit, eingeleitet werden. Ein weiteres Anliegen von IVA e.V. ist es, politische und gesellschaftliche Diskurse mit zu gestalten.

 

 

 §1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1)     Der Verein führt den Namen „IVA – Interaktion, Vielfalt, Akzeptanz“ . Nach Eintragung im Vereinsregister wird der Namenszusatz “eingetragener Verein” in der abgekürzten Form “e. V.” hinzugefügt.

(2)     Sitz des Vereins ist Berlin.

(3)     Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck des Vereins

(1)    Zweck des Vereins ist die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedanken, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe.

(2)    Der Satzungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

1.Durchführung von Projekten, die auf der Grundlage der Menschenrechte basieren, Workshops und Seminare zum Beispiel zu den Themen Antidiskriminierung und Intersektionalität, Integration und Inklusion von inländischen und nicht inländischen Bürger_innen zum Zwecke politischer Bildung, die zur Implementierung nachhaltiger Netzwerke und Akzeptanz anregen sollen.

2.Interkulturelle Austauschveranstaltungen zum Abbau von Vorurteilen jeglicher Art wie zum Beispiel Projekte mit Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern, die zusammen an einem selbst gewählten Ziel arbeiten.

3.Organisation von kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen wie zum Beispiel internationale Austauschprojekte bei denen die Teilnehmenden eigene kreative und künstlerische Beiträger erarbeiten, die sich mit den Themen Gleichberechtigung, Vielfalt und Völkerverständigung auseinandersetzen.

§3 Gemeinnützigkeit

(1)    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(2)    Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3)    Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins als Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§4 Begründung der Mitgliedschaft

(1)     Mitglieder des Vereins können natürliche Personen werden, die ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Verbandsarbeit erklären, dem Programm zustimmen und die Satzung anerkennen.

(2)     Bei Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, muss die Zustimmungserklärung der gesetzlichen Vertretung in Textform beigefügt werden.

(3)     Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung.

(4)     Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.

(5)     Eine Bescheinigung über die Mitgliedschaft kann ausgestellt werden.

§5 Austritt der Mitglieder

(1)     Die Mitglieder sind jederzeit fristlos zum Austritt aus dem Verein berechtigt.

(2)     Die Austrittserklärung ist in Textform an den Vorstand zu richten.

§6 Ausschluss aus dem Verein

(1)     Die Mitgliedschaft kann der Verein durch den Ausschluss eines Mitgliedes beenden.

(2)     Der Ausschluss ist nur aus wichtigem Grunde zulässig, insbesondere wenn das Mitglied vorsätzlich gegen die Satzung und damit gegen den Zweck des Vereins in erheblichem Maße oder wiederholt verstoßen hat.

(3)     Der Ausschluss muss durch Abstimmung von mindestens 2/3 aller Mitglieder in einer hierfür einberufenen Mitgliederversammlung erfolgen. Die Abstimmung erfolgt geheim.

(4)     Vor der Beschlussfassung ist dem betroffenen Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich zu den in Textform mitgeteilten Ausschlussgründen persönlich vor dem Vorstand, vor der Mitgliederversammlung oder in Textform zu äußern.

(5)     Der Beschluss über den Ausschluss ist zu begründen und dem betroffenen Mitglied mittels Einschreiben oder durch persönliche Übergabe durch zwei Vorstandsmitglieder bekannt zu geben.

(6)     Die Mitgliedschaft ist beendet, wenn die Mitgliederversammlung den Ausschluss mehrheitlich bestätigt.

§7 Rechte der Mitglieder

(1)     Jedes Mitglied hat das Recht, die Einrichtungen des Vereins zu nutzen und die Unterstützung des Vereins im Rahmen der satzungsmäßigen Aufgaben in Anspruch zu nehmen.

§8 Mitgliedsbeiträge

(1)     Die Höhe des Mitgliedsbeitrags beläuft sich auf 24 € im Kalenderjahr.

§9 Organe

(1)     Organe des Vereins sind:

1. der Vorstand

2. die Mitgliederversammlung

(3)    Die Organe des Vereins können ihre Tätigkeit gegen angemessene Vergütung ausüben. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt werden. Die Entscheidung über eine entgeltliche Tätigkeit trifft der Vorstand in Rücksprache mit der Mitgliederversammlung. Gleiches gilt für die Vertragsinhalte und -bedingungen.

§10 Der Vorstand

(1)    Der Vorstand besteht aus dem/der 1. und 2. Vorsitzende_n und dem/der Schatzmeister_in.

(2)     Die Vorstandsmitglieder müssen Vereinsmitglieder sein.

(3)     Der Vorstand führt die Vereinsgeschäfte ehrenamtlich.

(4)     Für die Beschlussfassung gilt §28 Abs.1 BGB i.V.m. §32 BGB und §34 BGB.

(5)    Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich aktiv durch den Vorstand vertreten.

(6)     Die Mitglieder des Vorstands werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von einem Jahr gewählt. Zur Abstimmung müssen mindestens 2/3 aller Mitglieder anwesend sein. Die Mehrheit der Stimmen entscheidet die Wahl. Die Abstimmung erfolgt geheim. Der Vorstand bleibt solange im Amt bis satzungsgemäß ein neuer Vorstand bestellt ist.

§11 Mitgliederversammlung

(1)     Jährlich bis zum 30. April muss eine ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden.

(2)     Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn dies das Interesse des Vereins erfordert, wenn ein Vorstandsmitglied vorzeitig ausgeschieden ist oder wenn eines der Mitglieder in Textform oder mündlich vom Vorstand unter Angabe von Zweck und Grund einer alsbaldigen Mitgliederversammlung deren Einberufung verlangt hat.

(3)     Zuständig für die Festlegung der vorläufigen Tagesordnung und für die Einberufung der Mitgliederversammlung ist der Vorstand.

(4)     Zur ordentlichen Mitgliederversammlung ist mit einer Frist von vier Wochen, zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer angemessenen Frist unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuladen. Die Einberufung ist in Textform bekannt zu machen.

(5)     Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

1. Satzungsänderungen

2. Wahl des Vorstandes und dessen Entlastung

3. Aufnahme eines Mitgliedes

4. Ausschluss eines Mitgliedes

5. Vereinsangelegenheiten

6. Auflösung des Vereins

(6)     Jedes Mitglied hat eine Stimme.

(7)     Es entscheidet die Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen (Ausnahmeregelung §11 Abs.9).

(8)     Bei Abstimmung kann die Stimmabgabe auch ohne persönliche Anwesenheit in vorheriger Textform abgegeben werden. Ausgenommen hiervon sind die Wahl des Vorstandes, der Ausschluss eines Mitglieds, die Änderung der Satzung, die Änderung des Zweckes des Vereins und seine Auflösung.

(9)    Zur Beschlussfassung über die Änderung der Satzung, über die Änderung des Zweckes des Vereins, über die Wahl des Vorstandes und über dessen Auflösung ist eine Mehrheit von zwei Drittel bei der Abstimmung erforderlich. Zudem müssen bei diesen Beschlussfassungen mindestens 2/3 aller Mitglieder anwesend sein.

(10)   Für alle anderen Beschlussfassungen muss mindestens die Hälfte aller Mitglieder anwesend sein.

(11)   Beschlüsse werden in offener Abstimmung per Handzeichen gefasst. Ausgenommen hiervon sind die Wahl des Vorstandes und der Ausschluss eines Mitglieds, die geheim erfolgen.

§12 Versammlungsniederschrift

(1)     Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein Ergebnisprotokoll zu fertigen, das von dem_der Versammlungsleiter_in und von dem_der Protokollführer_in zu unterschreiben ist. Die Übernahme der Versammlungsleitung und die Protokollführung rotieren.

(2)     Eine Abschrift des Versammlungsprotokolls ist den Mitgliedern innerhalb von einer Woche nach der Versammlung zu übersenden.

(3)     Geht bis zur nächstfolgenden Mitgliederversammlung (Protokollkontrolle) kein    Einspruch ein, gilt das Protokoll als genehmigt.

§13 Auflösung des Vereins

(1)     Über die Auflösung des Vereins kann nur in einer mit diesem Tagesordnungspunkt einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung Beschluss gefasst werden.

(2)     Zur Beschlussfähigkeit ist die Anwesenheit von 2/3 der Mitglieder erforderlich.

(3)     Ist die Beschlussfähigkeit nicht gegeben, so ist vor Ablauf von vier Wochen seit diesem Versammlungstag eine weitere Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Diese weitere Versammlung darf frühestens zwei Monate nach der ersten Mitgliederversammlung stattfinden. In der Einladung ist darauf hinzuweisen, dass die neue Mitgliederversammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist.

§15 Liquidation

(1)     Die Liquidation obliegt den 1. und 2. Vorsitzenden.

§16 Anfall des Vereinsvermögens

(1)     Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. Bei der Auflösungsversammlung wird dieser Verein durch Abstimmung benannt.